Kreativ visualisieren

Kreativ Visualisieren und Präsentieren

Wer kennt das nicht? Stundenlange Meetings, deren Themen man auch als E-Mail hätte schicken können, Powerpoint-Folien mit viel zu viel Text oder seitenlange Handouts, die keinen Platz für eigene Ideen oder Notizen lassen. 

Wer in seine Präsentationen mehr Leben und Inspiration bringen möchte, kann es stattdessen einmal mit kreativeren Visualisierungsmethoden versuchen. Was im Freizeitbereich seit einigen Jahren eine wachsende Fangemeinde bekommen hat, nämlich schöne Handschriften und gezeichnete Inhalte, eignet sich auch hervorragend für die Arbeitswelt. Auch wenn Sie sich nicht für eine große Zeichnerin oder einen begnadeten Schreibkünstler halten, können Sie mit einfachen Mitteln viel erreichen. 

Aus Untersuchungen wissen wir, dass Menschen sich besser an Inhalte erinnern, wenn sie visuell ansprechend aufbereitet sind. Das muss aber nicht in Form von vorgefertigten Powerpoint-Folien passieren, sondern gerade das Handgemachte eines selbst gestalteten Flipcharts oder eines schön beschriebenen Glasboards spricht viele direkter an und sorgt für mehr Konzentration auf den Inhalt. Auf ein Flipchart-Papier passt nicht endlos viel Information, deswegen muss man sich auf das wirklich Wesentliche beschränken. Das sorgt für „Entschlackung“ und hilft den ZuhörerInnen, Ihren Ausführungen besser zu folgen. 

Unsere Tipps unterstützen Sie dabei, die nächste Präsentation individuell und kreativ zu gestalten:

  1. Planen Sie den Inhalt vorab, den Sie auf einer oder mehreren Flipcharts an Ihre Zuhörer vermitteln wollen; hilfreich hierfür sind leere DIN A4-Papiere, auf denen Sie skizzenhaft entscheiden können, was Sie auf der fertigen Flipchart zeigen wollen.
  2. Besorgen Sie sich Flipchart-Papiere, die für Sie gut geeignet sind. Manche mögen Karos, andere bevorzugen Blanko-Papiere, wieder andere legen Wert auf höherwertige Papiere mit edler Optik. Gerade bei Sales Pitches oder wichtigen Kunden sollten Sie hier auf gute Qualität achten!
  3. Investieren Sie in gute Flipchart-Marker, die über die Standard-Farben schwarz-rot-blau-grün hinausgehen. Hier gibt es mittlerweile eine große Palette an schönen Stiften in unterschiedlichen Breiten, Pastellfarben und sogar mit weichen Pinselspitzen, die Ihnen die visuelle Gestaltung erleichtern.
  4. Überlegen Sie, welche Symbole, grafischen Elemente oder bildlichen Motive zu dem Inhalt Ihrer Flipcharts passen. Googlen Sie entsprechende Motive, wählen Sie eines oder mehrere aus, drucken Sie sich diese als Vorlage in entsprechender Größe aus. Die Vorlage können Sie unter die Flipchart legen und das Motiv einfach durchpausen oder – wenn Sie das können – auch freihändig abzeichnen. Am besten vorab mit leeren DIN A4-Papieren experimentieren und entscheiden, welche Illustration den jeweiligen Inhalt besonders gut zur Geltung bringt.
  5. Finden Sie eine eigene „Flipchart“-Schrift. Nicht jede natürliche Handschrift ist für andere leicht zu entziffern und Sie wollen ja, dass Ihre Zuhörer die Inhalte möglichst gut aufnehmen können. Sie können sich hierfür in entsprechenden Handschriften-Ratgebern Alphabete ansehen und eines wählen, dass zu Ihnen passt und Ihnen gefällt. Sie werden sehen, es macht einen Unterschied, wenn Sie eine einheitliche, visuell ansprechende Handschrift verwenden! 
  6. Bereiten Sie die Flipcharts mit genug Vorlaufzeit vor, damit Sie am Ende nicht unter Druck geraten. Sehr gut kommen bei ZuhörerInnen auch „halb-vorgefertigte“ Papiere an, die erst während des Vortrags mit Inhalten gefüllt werden, z.B. wenn Sie eine Frage stellen und Ihre Teammitglieder oder Kunden vor Ort Antworten finden, Ideen sammeln usw. Diese können Sie dann in die vorbereitete Flipchart eintragen, das wirkt sehr professionell und sieht auch in späteren Foto-Protokollen gut aus. Die vorbereiteten Flipcharts sparen Zeit und Sie können stressfreier präsentieren und leichter über die Inhalte reden!
  7. Dokumentieren Sie auf jeden Fall Ihre „Werke“, damit Sie zu einem späteren Zeitpunkt ähnliche Designs noch einmal einsetzen können. Fragen Sie auch Ihre KollegInnen, wie ihnen die Flipcharts gefallen haben und was Sie eventuell noch besser machen könnten. Natürlich ist das Aussehen nicht wichtiger als der Inhalt, aber eine ansprechende Verpackung erhöht auf jeden Fall die Bereitschaft, sich weiter mit den Inhalten auseinanderzusetzen.
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