Kreativmethoden

Kreativ mit Stift & Papier

Ganze drei Monate lang haben sich Menschen von uns für ein Langzeitexperiment über die Schulter schauen lassen. Was passiert, wenn man mit einem leeren Journal und schönen Schreibgeräten seinen Ideen ganz „analog“ freien Lauf lässt? 

So ganz ohne Internet haben wir das Experiment allerdings dann doch nicht ablaufen lassen, denn unsere Journal-TesterInnen haben während der Versuchsphase fleißig schöne Bilder aus ihrem Schaffensprozess auf Instagram & Co. geteilt. 

Die Grundidee des Experiments macht sich die Tatsache zunutze, dass das menschliche Gehirn trotz aktueller Technologien immer noch sehr gut auf ein leeres Papier und einfache Schreibgeräte anspricht: Wenn wir davon sprechen, dass wir etwas „begreifen“, ist das ganz wörtlich zu verstehen als ein Vorgang, bei dem wir mit Hand und Hirn eine Sache ergründen und uns durch die direkte Auseinandersetzung neue Ideen kommen und neue Lösungswege einfallen. 

Durch das Handschriftliche fällt der Druck weg, auf Anhieb perfekt sein zu wollen, man erlaubt sich automatisch mehr „Spinnereien“ und Spontanes – eine der wichtigsten Grundvoraussetzung für Kreativität überhaupt! Ein kluger Kopf hat einmal gesagt: „Woher soll ich wissen, was ich denke, wenn ich es noch nicht hingeschrieben habe?“, und dieses Motto stand auch über unserem Experiment. 

Bei der Auswahl der TesterInnen ging es nicht darum, Menschen zu finden, die sowieso schon immer alles künstlerisch perfekt hinbekommen, auch wenn unter ihnen welche sind, die sehr gut zeichnen können. Was uns interessiert hat, sind v.a. unterschiedliche Zugänge zur Kreativität: Was funktioniert bei der einen gut, beim anderen nicht so gut, und warum ist das so? Welche Methoden können die TesterInnen empfehlen und was hat ihnen das Experiment über sie selbst und ihre Kreativität verraten?

Ein Journal als Kreativ-Motor haben getestet:

Daniela Clément,
42 Jahre,
Autorin und Textchefin in einer
Marketingagentur
Rike Drust, 
43 Jahre,
Autorin 
Lotta Katrine Meyer,
33 Jahre,
Modedesignerin und Illustratorin
Dr. Daniel Spielmann,
38 Jahre,
Trainingsentwickler

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